KI als persönlicher Lerncoach
11.03.2026 | News | Projekte | Schuljahr 2025/2026
39 Klassen des Berufsbildungszentrums starten in die digitale Zukunft

Wie wird aus Künstlicher Intelligenz ein echter „Lernturbo“, ohne dabei die Privatsphäre aufzugeben? Am Berufsbildungszentrum Luis Zuegg Meran wurde dieses Thema in den letzten Wochen lebendig: In allen Klassen (insgesamt 39) – von der Vollzeitform bis hin zu den Lehrlingsklassen – hielt die Zukunft des Lernens Einzug.
Künstliche Intelligenz (KI) ist längst kein Science-Fiction-Szenario mehr, sondern ein Werkzeug, das den Schulalltag revolutioniert. Doch wie nutzt man Chatbots sinnvoll, um Aufgaben mithilfe aber nicht durch KI zu erledigen, Vokabeln zu lernen, komplexe Fachtexte zu verstehen oder sich auf die nächste Prüfung vorzubereiten? In praxisnahen Vorträgen lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sie KI als geduldige Tutorin einsetzen, die rund um die Uhr geduldig individuelle Fragen beantwortet.
Kreativität trifft Technik: Bilderstellung mit Google Gemini
Ein besonderes Highlight in den Klassen war die Arbeit mit Google Gemini. Hier wurde KI greifbar: Die Jugendlichen lernten Tipps für die perfekte Erstellung von KI-Bildern. Dabei lernten sie nicht nur, wie man durch präzise Anweisungen (Prompts) beeindruckende visuelle Ergebnisse erzielt, sondern schärften ihren Blick für die Möglichkeiten aber auch die Gefahren generativer Medien. Es ging darum, die Rolle vom passiven Konsumenten zum aktiven Gestalter der Technologie zu wechseln.
Datenschutz: „Meine Daten gehören mir“
Ein zentrales Thema, das die Schülerinnen und Schüler in Meran spürbar bewegte, war der Schutz ihrer persönlichen Daten. Das Bewusstsein für digitale Sicherheit wächst: Im Rahmen der Einführung wurde diskutiert, warum der Login über die schuleigenen @snets.it-Adressen oder die offiziellen Schulaccounts einen entscheidenden Vorteil bietet.
Der Clou: Durch die Nutzung dieser gesicherten Zugänge wird sichergestellt, dass sensible Daten nicht ungefiltert auf Servern in den USA landen, sondern im geschützten Rahmen in Europa bleiben. Für die Jugendlichen war dies ein wichtiger Aha-Moment. KI nutzen ja, aber bitte mit Kontrolle über die eigene digitale Identität.
Fit für die Arbeitswelt von morgen
Dazu sagt Frau Direktorin Isolde Moroder: “Egal ob im Handwerk, im Handel, Schönheitspflege oder in der Technik – die Fähigkeit, sicher und kritisch mit KI-Werkzeugen umzugehen, wird zur Schlüsselqualifikation. Mit der Einführung in 39 Klassen setzt das Berufsbildungszentrum Meran ein starkes Zeichen für eine moderne Ausbildung, die Theorie, Praxis und ethische Verantwortung miteinander verbindet“.
Die KI-Tutorin ist bereit – und die Schülerinnen und Schüler des Berufsbildungszentrums wissen jetzt genau, wie sie diese sicher steuern können.
