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Geschichte

Geschichte

An der Landesberufsschule Meran für Handel, Handwerk und Industrie wurden seit dem Schuljahr 1950/51 berufsbildende Kurse abgehalten wie aus der anschließend gezeigten Grafik betreffend der Schülerzahl hervorgeht.

 

Das Landesgesetz Nr.3 vom 07.Oktober 1955 hat als erstes Gesetz die gesamte Lehrlingsausbildung in Südtirol geregelt.
Das Berufsschulgebäude in der Galileistraße wurde im Schuljahr 1961/62 bezogen.

Das Schulgebäude in der Galileistraße 55

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Vorher waren die Klassen im alten Gesellenhaus in der Leonardo da Vincistraße in Meran bzw. in der nahegelegenen sogenannten Handelsschule in der Galileistraße untergebracht. Zur Zeit sind die Klassen und Werkstätten der Berufsschule Meran im Hauptgebäude im Rennstallweg 24 (Untermaiser Handwerkerzone) im Rennstallweg 75 untergebracht.


Das Schulgebäude im Rennstallweg 24

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Weitere Auskünfte:
Im Sekreteriat der Landesberufsschule Meran
„Dipl. Ing. Luis Zuegg“
Rennstallweg 24
Tel.: (+ 39 0473) 27 49 00
Fax: (+ 39 0473) 27 49 09
E-Mail: lbs.me-luis-zuegg@schule.suedtirol.it


Einiges zum Namensgeber der Schule

Einiges zum Namensgeber der Schule
(Luis Zuegg 1876 - 1955)

.Luis Zuegg wurde 1876 am Steinbogenhof in Lana geboren. Nach der Pflichtschule und dem Besuch des Benediktinergymnasiums in Meran besuchte er in Graz die technische Hochschule. Nach dem Erwerb des Ingenieurdiploms arbeitete er dort noch drei Jahre als Assistent. 1903 kehrte Luis Zuegg nach Lana zurück.In der Gaul von Lana baute er das erste Elektrizitätswerk. 1906 wurde mit seiner Mithilfe die Straßenbahn Lana - Meran in Betrieb genommen. 1907 - 1908 gründete Zuegg die Braunpappefabrik in Lana. Als 1912 die erste Seilschwebebahn auf das Vigiljoch gebaut wurde, führte Zuegg die notwendigen Umbauten für die Kollaudierung durch. Bei diesen Arbeiten fand Zuegg klare Berechnungsmethoden für die Anlegung von Seilbahnen und schuf damit die Voraussetzung für den Bau von Anlagen mit großer Spannweite.

1913 wurde die Lokalbahn Lana - Burgstall eröffnet, zu deren Verwirklichung Zuegg ebenfalls beigetragen hatte.Während des Ersten Weltkrieges baute Zuegg eine Seilbahn auf den Helm bei Sexten, eine auf das Stilfser Joch und in der Folge noch mehrere andere.

1920 erbaute er eine Musterseilbahn von Meran nach Hafling. Diese Seilbahn hatte eine erstmals konstruierte Seilbahnbremse, durch die die Gondel bei Entlastung des Zugseiles an das Tragseil festgeklemmt wird. Zur Ausstattung der Gondeln gehörte auch jeweils ein Telefon.

Zuegg erbaute mehrere Bergbahnen in aller Welt. In Anerkennung seiner großen Verdienste um die Seilbahntechnik ehrte ihn die Technische Hochschule Graz mit der Verleihung des akademischen Grades eines Doktors der technischen Wissenschaften honoris causa.

1955 verstarb Dipl.-Ing. Dr. Luis Zuegg in Bordighera an der italienischen Riviera, wurde aber auf dem Untermaiser Friedhof beigesetzt.


Abschiedsfeier von Direktor Dr. Albert Ganterer

Im Dezember 1999, anlässlich der Abschiedsfeier Dr. Albert Ganterers verfasst.

An der Landesberufsschule Meran für Handel und Industrie wurden seit dem Schuljahr 1950/51 berufsbildende Kurse abgehalten. Dr. Ganterer Albert tritt seinen Dienst im Schuljahr 1967/68 an. Dabei hat die Schule nur eine Abteilung Handwerk mit 19 Klassen.

Mit dem Schuljahr 1967/68 gibt es an der Berufsschule Meran auch eine dreijährige Verkäuferausbildung für Berufsschüler welche bis zum Schuljahr 1973/74 durchgehend angeboten wird.

Mit dem Schuljahr 1968/69 kommen 11 Klassen der Abteilung Handel (Bäcker und Metzger) zu den 19 Klassen aus der Abteilung Handwerk dazu. Ab dem Schuljahr 1973/74 übersiedeln die Berufssparten Metzger und Bäcker nach Brixen.

Ab dem Schuljahr 1977/78 werden die Fachschulen Metall, Elektriker Kosmetik und Tischler eingeführt. Direktor Ganterer war langjähriger Vorsitzender bei Meisterprüfungen, besonders beim wirtschaftlich-rechtlichen und fachlichen Teil für folgende Berufe: Elektriker; Damen-Friseure; Damenschneider; Installateure für Heizungs- und sanitäre Anlagen; Kfz- Mechaniker u. Kfz-Elektriker; Sägewerker; Schönheitspfleger – u. Masseure; Stricker; Tischler und Weber. Ebenso war Dr. Albert Ganterer bei sämtlichen Diplomprüfungen an den Fachschulen in Meran Vorsitzender.

Besonderes Augenmerk legte Dr. Ganterer auf die Errichtung der verschiedenen Fachschulen, da er schon frühzeitig die Chancen einer gediegenen Ausbildung für die Zukunft unseres Landes erkannte: So war er Initiator sämtlicher Fachschulen unserer Schule. In den letzten Jahren setzte er sich vor allem für die Errichtung der Fachschule Schneider ein, teils sogar gegen den Widerstand des Berufsverbandes. Heute ist die Fachschule Schneider im Lande geschätzt und anerkannt.

Besondere Akzente wurden mit den Leistungsschauen gesetzt: Im Schuljahr 1992/93 fand in der Landeshotelfachschule Kaiserhof die erste Leistungsschau der Meraner Berufsschulen statt. Daran wirkten die Landesberufsschule für das Gastgewerbe"Savoy", die Landeshotelfachschule " Kaiserhof" und unsere Landesberufsschule "Luis Zuegg" mit den Fachschulen mit. Besonderer Höhepunkt war die Modeschau der Schüler/innen unserer Fachschule Schneider.

Im Schuljahr 1996/97 fand in der Landeshotelfachschule die zweite gemeinsame Leistungsschau mit den vorhin genannten Schulen statt. Bisheriger Höhepunkt war die 3. Leistungsschau im Schuljahr 1998/99, welche im Kursaal Meran abgehalten wurde. Dabei wurde erstmals die Landesberufsschule für Handel und Graphik in Bozen, sowie die Berufsschule Schlanders zum erweiterten Kreis hinzugenommen.

Diese Leistungsschau war ein voller Erfolg für unsere Schule. Die Modeschau unserer Fachschüler füllte den Kursaal gleich mehrere Male und trug so Bekanntheit und Anerkennung unserer Schule im ganzen Lande bei.

Zur Zeit befinden sich die Klassen und Werkstätten der Berufsschule Meran "Luis Zuegg" im Hauptgebäude in der Galileistraße 55, in der Kuperionstraße 5, im Rennstallweg 75 in der Untermaiser Handwerkerzone und im alten Rathaus von Obermais, Dantestraße5.
Ein Grundlehrgang befindet sich in St. Leonhard in Passeier und ein Berufsfindungskurs in St. Pankraz in Ulten.

Neuerungen und Entwicklungen in den letzten Jahren: Im Oktober 1990 bezogen die KFZ-Mechaniker, die Metaller und die Installateure die neuen Werkstätten in der Untermaiser Handwerkerzone. Die dadurch frei gewordene Metallwerkstatt in der Berufsschule (Hauptsitz) wurde zu einer Tischlerwerkstatt umfunktioniert.

Am 2.12.1991 begann die Übersiedlung der alten Tischlerwerkstatt in diese neuen Räume. In der alten Tischlerwerkstatt konnte in der Folge im Sommer 1992 ein neuer Boden, neue Elektro und Hydraulikerleitungen, sowie neue Fenster eingesetzt werden.
1989 wurde das Ex- Brunnergebäude angemietet und zwei Elektrolaboratorien eingerichtet, welche im November 1990 bezogen werden konnten.

Im gleichen Gebäude wurde in den folgenden Jahren ein SPS Labor eingerichtet und im Februar 1993 konnte der Schulbetrieb aufgenommen werden. Das frei gewordene Elektrolabor in der Galileistraße wurde deshalb zum Klassenraum umfunktioniert.
1989 wurde im zweiten Stock des Ex- Brunnergebäudes ein großer Salon für Schneider, Stricker und Weber geschaffen.
Der Klassenraum für die Fachschule Schneider wurde nebenan eingerichtet und im Schuljahr 1990/91 erstmals von einer Fachschule Schneider benützt.

Bereits im Schuljahr 1983/84 nahm die Fachschule für Schönheitspfleger im Hauptgebäude in der Galileistraße den Betrieb auf.
Nach der Errichtung der Infrastrukturen für die Schneider in Untermais wurde der alte Schneidersalon im Hauptgebäude in der Galileistraße zu einem Fußpflegesalon für die Schönheitspfleger umgebaut.

Schon im Jahre 87/88 hatte man den ersten einjährigen Grundlehrgang für Bekleidung und Körperpflege in Meran errichtet.
Mit der Umsiedlung der Werkstätten für die Schneider nach Untermais, wurde der praktische Unterricht für die Grundlehrgänger ebenso nach Untermais verlegt.

Unser Direktor setzte sich auch für die Errichtung des Berufsfindungskurses/Sonderkurses im alten Rathaus in Obermais ein. Durch eine Sonderbetreuung soll dort die Integration leicht behinderter Menschen in das Berufsleben ermöglicht werden.

Im Sommer 1990 folgten einige Umbauarbeiten im Hauptgebäude der Schule. So wurde die Wohnung des pensionierten Schulwartes Winkler Josef zu einem Lehrmittelraum und zu einem zweiten Sekretariat umfunktioniert.
Von 1990 –1991 wurden in den verschiedenen Dienststellen der Schule die Alarmanlagen installiert. 1992 war auch die Sanierung der Toiletten auf der Westseite des Gebäudes fällig.

1992 wurde der Rest des Ex-Brunner – Gebäudes angemietet und im Dezember 1999 mit Beschluss der Landesregierung gekauft.
Die wichtigste Aufgabe in den letzten Jahren war sicherlich die Errichtung der neuen Berufsschule in Untermais.
Leider wurde der Bau einige Male durch den Konkurs verschiedener Firmen verzögert.
Der Neubau ist seit dem 01.07.2000 bezogen.