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Der verlorene Schlüssel

Ein schulisches Theaterprojekt rund um Demenz, Alzheimer, Erinnern und Vergessen

Ein außergewöhnliches Theaterprojekt mit sozialem Hintergrund fand vor kurzem an der Landesberufsschule Luis Zuegg seinen Abschluss. Mit dem schwierigen Thema Alzheimer hatten sich in Laas die Steinmetzmeisterschüler und in Meran eine zweite Klasse der Fachschule für Schönheitspflege auseinandergesetzt.

An der Meraner Berufsschule Luis Zuegg war von den Schülerinnen eine multimediale Theateraufführung zum Thema gestaltet worden. Das Stück wurde am Montag dem 12. Juni an der Schule aufgeführt.

Ein ganzes Schuljahr lang hatten sich dreizehn angehende Schönheitspflegerinnen der Meraner Berufsschule Luis Zuegg mit dem schwierigen Thema Demenz beschäftigt. Angestoßen hatte das Projekt Ulrich Seitz, der Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol.

Die künstlerische Leitung oblag der Theaterpädagogin Eva Kuen. Beinahe wöchentlich hatten sich die Schülerinnen in unterschiedlichen Formen mit dem Thema auseinandergesetzt. Dabei ist ein 30 minütiges, interessantes Stück entstanden. Dabei wechseln sich gespielte Szenen mit gefilmten Interviews und musikalischen Einlagen ab. Das Schauspiel wurde insgesamt vier Mal für Schülerinnen der Schule, Eltern und Interessierte aufgeführt. Bei der letzten Vorstellung saßen auch der Vorstand der Alzheimervereinigung Südtirols sowie eine Abordnung der Laaser Steinmetzschule im Publikum. Ulrich Seitz regte bei seinen abschließenden Worten an, das wertvolle Werk auf der Biennale in Venedig einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Zusammenarbeit zwischen Alzheimervereinigung und Südtirols Berufsschülern war ein Versuch, ein schwieriges und Tabu behaftetes Thema Jugendlichen näher zu bringen und Berührungsängste mit dieser Krankheit zu überwinden.

Die engagierten Schauspielerinnen bedanken sich bei den Koordinatoren des Projektes, Heidelinde Laimer und Lukas Spitaler, sowie bei der künstlerischen Leiterin Eva Kuen.Die engagierten Schauspielerinnen bedanken sich bei den Koordinatoren des Projektes, Heidelinde Laimer und Lukas Spitaler, sowie bei der künstlerischen Leiterin Eva Kuen.